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WOHNBAUFÖRDERUNG

Zugang zu leistbarem Wohnen

Das Wiener Programm für geförderten Wohnungsbau verschafft einer Vielzahl von Einkommensschichten Zugang zu leistbarem Wohnraum. Ohne Wohnbauförderungen und die entsprechenden Kostenobergrenzen für Errichtung und Miete wären die Kosten für Mieterinnen und Mieter um ein Drittel höher.

Die verschiedenen Förderpläne unterstützen die Errichtung von Neubauten sowie die Sanierung von Altbestand und bieten direkte Finanzhilfe für Personen mit geringem Einkommen. 

2020 wurden in Wien rund 7.000 neu errichtete Wohnungen durch die öffentliche Hand gefördert. Für das Jahr 2021 werden ähnliche Ergebnisse erwartet.

Sichere Finanzierung

Die Finanzierung des sozialen Wohnbaus – sowohl im Mietbereich als auch für geförderte Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser – beruht auf einem fest vorbestimmten Teil der Einkommensteuer. Ein Prozent des Einkommens wird zu gleichen Teilen von ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen als Wohnbauförderbeitrag aufgebracht. Durch diese nationale Steuer erhält Wien ca. 250 Mio. Euro jährlich für Wohnbauzwecke. Insgesamt gibt Wien etwa 450 Mio. Euro für den Wohnungsbau aus.

Diese Finanzierungsmethode schafft eine zuverlässige Grundlage für die Planung umfangreicher Sozialwohnungsprogramme, was bei einer rein marktabhängigen Wohnbaupolitik nicht möglich wäre. Allerdings musste der Gemeinderat in den letzten Jahren aufgrund des erhöhten Wohnungsbedarfs eigene Budgetmittel dafür freimachen.

Direkte und indirekte Förderungen

Die Bundesverfassung gestattet Wien die weitgehend autonome Festlegung eigener Kriterien für die Wohnbauförderung. Bauherren erhalten Subventionen, um es ihnen zu ermöglichen, Fixkosten und Mieten niedriger zu halten. Das Ein-Prozent-Darlehen wird für eine Laufzeit von bis zu 35 Jahren gewährt und deckt etwa 35 Prozent der Baukosten ab. Der Rest wird durch Bankkredite, Eigenkapital des Bauherrn und manchmal durch einen Eigenmittelanteil der Mieterinnen und Mieter finanziert.

Während der Tilgungsfrist entspricht die Mietobergrenze der Kostenmiete. Im Gegensatz zu personenbezogenen Leistungen ermöglichen es diese Förderungen der Kommunalverwaltung, die Errichtung von Wohnraum direkt zu beeinflussen.