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HERAUSFORDERUNGEN

Sozial durchmischte Stadt im Wachstum

Seit 2010 ist die Zahl der Bewohnerinnen und Bewohner in Wien um 221.196 gestiegen – von 1,69 Millionen im Jahr 2010 auf 1,91 Millionen im Jahr 2020. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 1,1 Prozent.

Aktuelle Prognosen sagen für die kommenden Jahre einen ähnlichen Trend voraus: 2025 wird Wien voraussichtlich die Zwei-Millionen-Einwohner-Marke erreichen. 
Um der Wohnungsnachfrage nachzukommen, wurde im Stadtentwicklungsplan 2025 eine gemeinsame Strategie der Stadterweiterung und Nachverdichtung festgelegt. Hauptziel ist die Sicherung einer flächensparenden Stadtentwicklung und die Erhaltung des Grünflächenanteils im Ausmaß von 50 Prozent. Neue städtebauliche Entwicklungen sollen daher eine Dichte von 2,5 (Bruttobauland) erreichen und bestehende Stadtviertel – insbesondere aus der Nachkriegszeit – sollen weiter ausgebaut werden.

Demografischer Wandel

Wien befindet sich inmitten eines demografischen Wandlungsprozesses: Einerseits wird die Stadtbevölkerung im Durchschnitt jünger, andererseits nimmt die Zahl älterer Menschen zu. Auch deren spezifische Bedürfnisse gilt es zu berücksichtigen. Das passiert bereits im Wohnungssektor. Dennoch müssen diese Bemühungen aufgrund der unterschiedlichen Lebensstile in naher Zukunft mit noch gezielteren Ansätzen weiter intensiviert werden.

Eine sozial durchmischte Stadt

Seit den 1920er Jahren bietet die Stadt Wien Sozialwohnungen in der gesamten Stadt an. Der Anteil des sozialen Wohnbaus (kommunale Wohnungen und Wohnungen der gemeinnützigen Bauträger) reicht von 10 Prozent im 8. Bezirk bis zu 65 Prozent im 11. Wiener Gemeindebezirk.

Bis Anfang der 2000er Jahre gab es auch in Niedrigstandardwohnungen in Gebäuden der Gründerzeit sehr günstige Mieten. Sanierungen und Modernisierungen lassen dieses Segment jedoch seit den 1970er Jahren kontinuierlich schrumpfen. In den letzten Jahren wurden daher verschiedene Strategien wie das SMART-Wohnbauprogramm oder die Wiederaufnahme der Errichtung von Gemeindewohnungen unter dem Titel „Gemeindebau NEU“ entwickelt, um diesem Trend entgegenzuwirken und wieder mehr leistbare Wohnungen in neuen Gebäuden zu schaffen.

Klimaschutz und Klimawandel

Die Herausforderungen des Klimawandels und des Klimaschutzes, denen sich Österreich – beispielsweise durch das Kyoto-Protokoll oder das Übereinkommen von Paris – verpflichtet hat, stellen für den Wohnungssektor sowohl in der Stadterneuerung als auch im Neubau eine enorm schwierige Aufgabe dar.

Seit über 20 Jahren hat Wien ein ambitioniertes Klimaschutzprogramm (KliP Wien), das seither erfolgreich umgesetzt wird. Der Wiener Wohnbau leistet hier durch einen Mix verschiedener Maßnahmen einen wesentlichen Anteil.

Weitere Information
www.wien.at/umwelt/klimaschutz

 

Sanierungen beleben die Wirtschaft, erhöhen die Wohnqualität und verbessern die Ökobilanz der Stadt Wien

Die sogenannten THEWOSAN-Maßnahmen (thermisch-energetische Wohnhaussanierung), die bei den Sanierungen von Gemeindebauten umgesetzt werden, tragen wesentlich dazu bei, die Umwelt durch die Reduzierung des Energieverbrauchs zu schonen.

Ein nach THEWOSAN-Richtlinien gedämmtes Wohnhaus verbraucht etwa um die Hälfte weniger Energie für Raumwärme als ein Haus ohne entsprechende Dämmung. Die Auswirkungen von THEWOSAN machen sich für die BewohnerInnen thermisch sanierter Gebäude in niedrigeren Heizkosten bemerkbar. Durch den Einsatz umweltschonender Energieträger und Heizanlagen werden jährlich rund 371.000 Tonnen CO2 eingespart.

Weitere Informationen
http://www.wohnfonds.wien.at/erstinfo_thewosan 
http://www.wohnfonds.wien.at/sanierung1